„Faeria“ – Review

0

Das ist wie Hearthstone haben sie gesagt, das wird lustig haben sie gesagt …

Probiere das mal, das ist wie Hearthstone und wird dir sicher gefallen. So wurde ich geködert mir einmal „Faeria“ anzugucken. Auf den ersten Blick erinnert tatsächlich sehr viel an Hearthstone.

Es ist ein Kartenspiel, zum Sammeln aber nicht zum Tauschen. Decks haben 30 Karten, Booster haben fünf. Booster kosten 100 Gold, Gold gibt es aus Quests, Siegen und etwas das sich Pandorra nennt (quasi Arena). Man kann Karten die man nicht mehr braucht oder zu viele von hat für eine sekundäre Wärung eintauschen. Hier heist sie nicht Arcane Dust sondern Memoria. Auch bei Faeria gibt es unterschiedliche Seltenheitsstufen und auch hier sind es vier Stück (Common, Rare, Epic und Legendary). Ja selbst die farbigen Edelsteine sind identisch. Nur Form und Position of der Karte weicht leicht ab.

Also nur ein billiger Klon von Hearthstone? Ein Spiel das sich nicht lohnt wenn man lieber das Original spielen kann? Nein, ganz und gar nicht. Die Gemeinsamkeiten sind oberflächlich und genau hier sind sie auch nützlich für den Spieler. Blizzard hat schon immer mit seinen Spielen Standards gesetzt. Sich an diese grob zu halten ist nicht verkehrt. Neue Spieler werden vieles wiedererkennen und müssen nicht alles neu lernen. So kommt man schneller in das Spiel rein und kann anfangen sich mit dem Wesentlichen auseinander zu setzen, dem Gameplay. Hier erwartet und etwas völlig anderes als bei Hearthstone. Die Gemeinsamkeiten enden quasi bei „man benutzt Karten“. Faeria versucht keineswegs Hearthstone zu kopieren. Nach ein paar Spielen wird einem sogar klar Faeria ist nicht mal ein Kartenspiel im klassischen Sinne. Das Gameplay findet auf einer Hexfeld-Karte statt. Karten beschwören Monster auf eben diese Karte. Da Dinge wie Position der Spielfiguren, Terrain, Bewegung und Manöver eine große Rolle im Taktischen Gefüge spielen fühlt sich Faeria mehr wie ein Brettspiel als ein Kartenspiel an. Und das macht es ziemlich gut. Es hat viel Dynamik und sehr viel Strategische tiefe. Es behält dabei die Sammelaspekte, das Quenchen Glück beim ziehen und das sehr freie zusammenstellen seien Decks (damit auch seiner Spielfiguren) eines Sammelkartenspiels. Es schafft es bis zu einem gewissen Grad das beste beider Welten mit einander zu vereinen.

Die spielinterne Ökonomie fühlt sich fair und belohnend an für einen Free to Play Titel. 10 Gold gibt es pro Sieg, bei Hearthstone braucht man dafür drei Siege. Booster kosten jedoch das gleiche. Man kann einmal pro Tag einen Mini-Pandorra-Run machen (ähnlich wie Arena) bei dem man nur bis drei Siege oder zwei Niederlagen spielt. Schafft man drei Siege bekommt man ein drittel eines echten Pandorra-Runs.

Es gibt eine Solo-Kampanien. Diese ist teilweise ziemlich anspruchsvoll. Es gibt eine fülle an verschieden Gegnern, Missionen und Rätseln. Die Rätsel sind immer nach dem Schema: „Wie gewinne ich mit diesem Spielstand diese Runde?“ aufgebaut. Ich muss sagen ich konnte gerade zum Ende hin nicht alle auf Anhieb lösen. Zeigt auch wie viel strategische Tiefe das Spiel hat.

Es gibt natürlich schon ein gewisses Meta aber ich hatte das Gefühl das es etwas vielseitiger ist als es häufig bei Hearthstone der Fall ist.

Pandorra unterscheidet sich mit ein paar kleinen Kniffen etwas von Constructed, was dem Ganzen noch mehr das Gefühl gibt ein wirklich eigenständiger Spielmodus zu sein, der seinen ganz eigenen Reiz hat.

Mein Fazit? Wenn ihr Sammelkartenspiele, viel Strategie und Taktik mögt und euch Brettspielanteile nicht abschrecken lohnt es sich auf jeden Fall sich Faeria einmal anzusehen. Sie haben es geschafft einige sehr interessante Mechaniken zu bauen mit denen es Spaß macht zu experimentieren oder sich einfach nur mit anderen zu messen.

Share.

About Author

Daniel

Aufgewachsen bin ich mit Nintendo und Amiga, später folgten PlayStation und der PC. Ich bin den Konsolen treu geblieben (besitze noch alle) und Spiele alles, was eine gute Story besitzt. Außerdem bin ich ein großer Fan des Beat'em Up Genres.

Leave A Reply