„Marvel vs. Capcom Infinite“ – Review

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Die lang ersehnte Fortsetztung des populären Beat ‚em up Crossovers aud dem Hause Capcom und Marvel ist mit Marvel vs. Capcom: Infiniteendlich da. Was uns erwartet erfahrt Ihr in unserem Test.

Universern treffen wieder aufeinander

Wie auch schon in früheren Teilen der Reihe, schickt auch der neuste Teil „Marvel vs. Capcom: Infinite“ viele bekannte Charaktere aus beiden Universen in die Schlacht. So schickt Marvel seine Superhelden Iron Man, Captain America, Ms. Marvel und viele weitere Helden in den Kampf, während Capcom seine Videospiele-Charaktere wie Chris Redfield (Resident Evil), Ryu (Street Fighter), Frank West (Dead Rising) oder Mega Man (Mega Man) an die Front entsendet. Diese vielfältige Mischung der Charaktere ist die Besonderheit dieses Beat ‚em ups.

Es war einmal…

Die beiden Superschurken Ultron (Marvel) und Sigma (Capcom / Mega Man X) haben sich miteinander verschmolzen und bilden somit den Unfassbar starken Superandroiden Ultron Sigma und versetzen alle in Angst und Schrecken. Als wäre das noch nicht schlimm genug, beginnt der neue Superschurke damit beide Universen miteinander zu verschmelzen.

Das Spiel startet 90 Tage nach Der Verschmelzung. Die Verschmelzung der Welten wird dabei kaum erklärt. Der Avengers Tower steht jetzt in New Metro City, die von Doctor Strange bekannte Dark Dimension verschmolz mit der Welt der Darkstalkers und wurde zum Dark Kingdom und aus A.I.M. und Umbrella wurde A.I.M.BRELLA, ein geheimes Untergrundlabor in dem nun A.I.M.s M.O.D.O.K. Umbrellas B.O.W.s heranzüchtet.

 

Grafisch neue Wege eingeschlagen

Der schrille Comicstil weicht einem gewöhnungsbedürftigen CGI-Look, der vor allem die menschlichen Charaktere unvorteilhaft aussehen lässt. Die Helden wirken meistens eher wie überdimensionierte Actionfiguren. Und offensichtlich wurde das Roster vom MCU inspiriert. Rocket Recoon zum Beispiel hatte schon ein Charaktermodell in MvC 3, sieht jetzt aber im neusten Teil wie seine Filmvorlage aus. Ein so direkter Bezug zum Film-Design hätte Captain Americas sicherlich auch gutgetan, der jetzt mehr aussieht wie aus einem Rob Liefeld Comic entsprungen.

No Risko? No Fun?

Standen euch im letzten Teil der Reihe noch 50 verschiedene Charaktere aus beiden Universen zur Verfügung, sind es im neusten Teil nur noch 30 + 9 weitere per DLC (Character Pass). Dabei wurde aber kein Risiko eingegangen, den lediglich feiern sieben neue Charaktere ihr Debüt. Es fehlen Charaktere wie Phoenix Wright, Viewtiful Joe oder Amaterasu die damals ein wenig Witz ins Spiel hineingebracht haben. Immerhin ist Arthur aus Ghost ’n Goblins am Start und macht völlig bekloppte Bewegungen, als würde er sich noch immer in einem 16-Bit-Spiel bewegen. Davon abgesehen geht Infinite einen Schritt zurück und präsentiert vor allem hauptsächlich obligatorische Lieblinge wie Captain America, Thor, Ryu oder Mega Man X.

Wurden früher noch Kämpfe im 3-vs-3 ausgefochten, geht es in Infinite nur noch im Tag-Team zur Sache. Dies ist strategisch eine andere Herausforderung, denn jetzt habt ihr nur noch 2 verschiedene Kämpfer anstatt drei. Ihr könnt aber mit Hilfe der Infinite Stones eurer Truppe einen Boost verpassen.

Sinnloses Buttonsmashing nicht mehr nötig

Natürlich gibt es auch einige Änderungen am Kampfsystem. Es kristallisiert sich stark heraus das man sich mit dem Spiel gerne den Casualgamern nähern möchte. So gelingen euch schon mit wiederholten drücken der normalen Schlagtaste Air Juggeling Combos, für welche dir Serie berühmt ist. Hyper Combos könnt ihr sogar quasi per Knopfdruck zünden. Durch die neu eingeführten Infinite Stones könnt ihr euren Charakteren verschiedene Boosts verpassen.

Ihr solltet aber eure Strategie nicht aus den Augen verlieren. Wie man es aus anderen Beat ‚em ups kennt, kommt nicht jeder Kämpfer gleich gut gegen seinen Gegner an. Daher solltet ihr euren Kämpfer zum richtigen Zeitpunkt auswechseln. Habt ihr dies getan kann sich euer Kämpfer regenerieren und somit sein Gesundheitslevel ein bisschen Steigern, solange der andere kämpft.

"Marvel vs. Capcom Infinite"

59,99
7.54

Handlung

7/10

    Grafik

    8/10

      Gameplay

      8/10

        Sound

        8/10

          Preis

          7/10

            Pros

            • Gelungenes Balancing
            • Schwierigkeitsgrad einstellbar
            • akkurate Steuerung
            • Infinite Stones als Power up

            Cons

            • Story nach 4 Std. beendet
            • Kämpferanzahl stark reduziert
            • keine X- Men, Deadpool oder Fantastischen Vier
            • uneinheitliches Artdesign
            • Geringer Umfang

            Fazit:

            75%

            „Marvel vs. Capcom: Infinite“ ist eine Neuausrichtung der Spiele-Reihe, um eine leichtere Zugänglichkeit für ein neues Publikum zu erreichen. Die Story ist leider nach gut vier Stunden durchgespielt, wovon ein guter Teil leider auf die Cutscenes entfällt.

            In Bezug auf das Gameplay ist das Spiel ein zweischneidiges Schwert: Es spielt sich zwar schneller, dynamischer und freier als seine Vorgänger. Leider aber auch anspruchsloser. Während der Vorgänger vor kreativen Ideen nur so strozte, wirkt Infinite zahmer und gewöhnlicher.

            Was leider heut zu Tage normal und auch bisschen ärgerlich ist, dass schon vor Release bekanntgegeben wird, dass es neue Käpmfer über einen Season Pass nachgereicht werden.

            Alles in allem ist „Marvel vs. Capcom: Infinite“ durchaus zu empfehlen Für Neulinge mit Interesse an Beat em ups und Fans der beiden Universen.

            • User Ratings (1 Votes) 8.2
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            About Author

            Daniel

            Aufgewachsen bin ich mit Nintendo und Amiga, später folgten PlayStation und der PC. Ich bin den Konsolen treu geblieben (besitze noch alle) und Spiele alles, was eine gute Story besitzt. Außerdem bin ich ein großer Fan des Beat'em Up Genres.

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